Herbstanlass 2026
Referat von Karl Heinz Meyer, SVP Neerach, Präsident der Finanzkommission des Kantonsrates und Unternehmer über die Neutralitätsinitiative
Trotz angesagter Temperaturen von über 30 Grad erschienen über zwei Dutzend Senioren an das Referat über die Neutralitätsinitiative die von Karl Heinz Meyer, SVP- Kantonsrat mit einer Power Point Präsentation erklärt wurde. Er erläuterte ausführlich die geschichtliche Dimension und die Vorteile der schweizerischen Neutralität seit Marignano. Die Schweiz sei dank ihrer Neutralität nicht in Kriege verwickelt worden (allerdings blieb dabei die Besetzung durch Napoleon unerwähnt). Dank der Neutralitäts-Initiative werde verhindert, dass Schweizer Soldaten an Übungen mit der NATO teilnehmen und immer mehr in diese integriert würden. Ebenso soll mit Hilfe der Initiative die Aufrechterhaltung der europäischen Sanktionen gegen Russland verhindert werden, weil sie dazu führten, dass wir im Ausland nicht mehr als neutral wahrgenommen werden und unsere gute Dienste zur Verständigung nicht mehr anbieten können. Solche Wirtschaftssanktionen würden der Schweiz schaden.
Ursprünglich war vorgesehen, die Initiative kontradiktorisch durchzuführen. Gemäss dem Präsidenten Hans Egloff hatte sich das Komitee gegen die Initiative aber geweigert, an einem Podium teilzunehmen, an dem auch Befürworter reden. Die Voten der anwesenden Senioren stimmten dem Referenten allesamt zu und äusserten sich für die Initiative, mit einer einzigen Ausnahme, nämlich der Schreibenden, die die Argumente der Gegenseite vorbrachte.
Es sei unmoralisch, aus die Sanktionen gegen Russland aus opportunistischem Kalkül nicht mehr mitzutragen und zu Putins Sprachrohr zu werden, wo wir doch stets die Freiheit und Souveränität eines Landes hochhalten. Das Wegschauen und sich Ducken vor Aggressoren halte keinen potenziellen Invasor ab: diese illusorische Vorstellung würde die SVP nur noch mit der extremen Linken teilen. Ausserdem sei die Schweiz mit ihrer schlecht ausgerüsteten Armee und ihrer schwachen Verteidigungsbereitschaft gar nicht in der Lage, sich länger als eine Woche gegen eine ausländische Besetzung zu verteidigen. Deshalb sei es wichtig, dass die Schweizer Soldaten in Friedenszeiten weiterhin Übungen im Rahmen der NATO machen, unsere derzeit einzige mögliche Schutzmacht, und nicht erst dann, wenn der Feind bereits im Land steht.
Die Diskussion rund um die Initiative stellte sich schliesslich als «hitziger» heraus als die eigentliche Temperatur, die im Saal des Hotels Sternen in Oerlikon recht angenehm blieb.
Danach genossen die Anwesenden einen feinen und reichlichen Apéro riche.