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Vortrag von NR Roger Köppel

Ort: Gemeindesaal Stäfa

STÄFA Fast 600 Personen folgten im Obstgarten-Saal gespannt dem Vortrag von «Weltwoche»-Verleger und Chefredaktor Roger Köppel. Das Thema des SVP-Nationalrats lautete: «Überleben in einer verrückten Welt».

Als Roger Köppel unmittelbar an den musikalischen Auftakt der Superländlerkappelle Carlo Brunner anschloss, gab es keinerlei Unterbruch der begeisterten Hochstimmung im prallvoll besetzten Stäfner Gemeindesaal. Der brillante Redner setzte treffsicher wirkungsvolle Pointen, überraschte mit eindrucksvollen Zahlen und Tatsachen und zog einen eindrücklichen Bogen vom Weltgeschehen zum «alltäglichen Wahnsinn», wie er sich auch in unserer Schweiz abspielt. Gerne hätte er – so meinte Köppel eingangs – den islamistischen Prediger Abu Ramadan aus Nidau als Gegenreferenten eingeladen, doch dieser habe die angebotene Summe ausgeschlagen und gefunden, die Sozialhilfe von Nidau bezahle besser. Dieser Fall sei aber weder ein Einzelfall noch die Spitze des Eisbergs, bezahlten doch auch Zürcher Gemeinden rechtskräftig abgewiesene Asylbewerber besser als Schweizer AHV-Rentner, die ein Leben lang gearbeitet und einbezahlt hätten. Zwei Drittel der abgewiesenen Asylbewerber würden einfach hierbleiben, ihre Familien nachziehen und innert Kürze mehr oder weniger automatisch eingebürgert. Es gebe sogar zahlreiche Einbürgerungen von Menschen «unbekannter Herkunft». Es sei doch ein Wahnsinn, wenn wir genau wüssten, dass gegen 90 Prozent der Asylbewerber keinerlei Chance in unserem Arbeitsmarkt hätten und lebenslang dem Sozialstaat zur Last fallen.

Anhand der hierzulande betriebenen Asylpolitik zeigte Roger Köppel auf, wie der Begriff «Flüchtling» pervertiert sei. Die Kosten für das Sozialwesen sprengen mittlerweile alle Grenzen. Während die Schweizer Steuerzahler Millionen für die «Stärkung der Autonomie der Gemeinderäte in Mazedonien» bezahlten, werde bei uns die Gemeindeautonomie wegen Überwälzung enormer Sozialkosten immer mehr eingeschränkt. Wenn Politiker die Missstände beim Namen nennten, würde ihnen die Antirassismuskeule um die Ohren geschlagen. Die Islamspezialistin Keller-Messahli werde von der Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr zurückgepfiffen, wenn sie davor warne, dass junge muslimische Häftlinge in der Strafanstalt Pöschwies radikalisiert würden. Obwohl sämtliche Staatsschutzorgane seit Jahren festhielten, dass der Linksradikalismus hierzulande weit gefährlicher, brutaler und gewalttätiger sei als der Rechtsradikalismus, werde er verschleiert und verniedlicht. Als neustes Beispiel nannte Köppel die verbale sexuelle Gewalt von Berner Rappern gegen Nationalrätin Natalie Rickli.

Es falle uns gelegentlich allzu leicht, über Donald Trump, Putin oder Erdogan zu schimpfen, sie würden es mit der Wahrheit nicht genau nehmen. Eigentlich sollten wir zuerst einmal die Aussagen unserer eigenen Politiker auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen. Etwa dann, wenn Bundespräsidentin Doris Leuthard in Designer-Kleidern und Designer-Stiefeln ins Katastrophengebiet von Bondo jette und ohne jeden wissenschaftlichen Beleg behaupte, der Klimawandel sei schuld am Tod von acht Berggängern. Oder wer glaube schon Simonetta Sommarugas Jubelmeldungen von angeblich zurückgehenden Asylbewerberzahlen und merke nicht, dass immer mehr von ihnen untertauchen und sich gar nicht offiziell anmelden. Warum spielt Ex-Bundesrätin Ruth Dreifuss in der «Arena» Spezialistin in Sachen Rentenreform, wo sie doch seinerzeit beim Krankenversicherungsgesetz versprochen hat, die Prämien würden nicht steigen; wurden früher die Menschen wegen Krankheiten krank, werden sie es heute vom Bezahlen der Prämien.

Danach streifte der Redner die Ereignisse in China, Nordkorea, Russland und den USA, wo eine verunsicherte, misstrauische Wählerschaft Donald Trump mehr zutraute als Hillary Clinton. Auch der Brexit sei ein Misstrauensvotum gegen Brüssel gewesen, das eng mit der Personenfreizügigkeit zusammenhänge. Die Schweiz ist für Roger Köppel seit über 700 Jahre die beste «Selbsthilfeorganisation der Welt». Es sei entscheidend, dass wir an den bewährten Staatssäulen Unabhängigkeit, direkte Demokratie und bewaffnete Neutralität festhielten. Sie allein seien die Voraussetzung unseres Wohlstandes. Der Nationalrat warnte vor einem Rahmenvertrag mit der EU, der die automatische Rechtsübernahme und die Anerkennung fremder Richter bedeute. Die Schweiz werde frei, unabhängig, direktdemokratisch und föderalistisch sein, oder sie werde nicht sein. Es stelle sich die Frage, ob wir auch in Zukunft selber massgeschneiderte politische Lösungen für unser kleines, verwundbares und weltoffenes Land definieren können oder ob unser Land mit einem Rahmenabkommen an die wankende Institutionenruine EU angedockt, angeschraubt, angekettet werde. Die EU-Anbinder hätten zwar fast die volle Macht von Regierung, Parlament, Verwaltung, Medien, Kulturschaffenden, Kirchen und Professoren. „Aber wir haben die tiefe Überzeugung, das leidenschaftliche Engagement und den Kampfeswillen“, schloss Köppel unter grossem Applaus.

Der Verleger und Jurist Dr. Matthias Ackeret moderierte eine muntere Fragerunde, bis schliesslich die Superländlerkappelle Carlo Brunner mit schmissigen Klängen zum Apéro überleitete. Roger Köppel verdankte die zahlreichen Sponsoren und besonders herzlich Kurt Zollinger, den perfekten Organisator des rundum gelungenen Grossanlasses.

Am Sonntag, 3. September 2017 findet im Gemeindesaal Stäfa ein Vortrag von Roger Köppel statt.

Programm

  • 14:00 Uhr Türöffnung, musikalische Begleitung
    Superländlerkapelle Carlo Brunner
  • 15:00 Uhr Eröffnungskonzert Superländlerkapelle Carlo Brunner
  • 15:15 Uhr Nationalrat Roger Köppel
    Überleben in einer verrückten Welt - Der Weg der Schweiz
    Moderation Dr. Matthias Ackeret
    Fragen aus dem Publikum
    Ausklang Superländlerkapelle Carlo Brunner
  • 16:30 Uhr Apéro im Foyer

Kosten
Der Eintritt ist kostenlos. Jedermann ist herzlich eingeladen.

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